Willkommen zum ersten Beitrag auf meinem Blog!

Ich bin Brenda und reise leidenschaftlich gern. Auf meinem Blog poste ich Beiträge über verschiedene Destinationen, die ich bisher erkunden durfte. Momentan sind meine Reisen auf die Schweiz beschränkt, da es uns durch die jetzige Situation noch nicht möglich ist, sicher ausser Land zu reisen. Bald jedoch hoffe ich auch über die Landesgrenzen hinaus, die Welt entdecken zu dürfen.

Meine heutiger Ausflug führt mich zu den Appenzeller Alpen. Genauer gesagt auf den Gipfel des Kronbergs. Zusammen mit meinen Freunden haben wir uns vorgenommen, mit unseren Schlitteln hinauf zu wandern und anschliessend hinunter zu schlitteln. Kronbergs Schlittenweg ist 7km lang und somit der längste in der Ostschweiz. Er ist bekannt für seine Abwechslung und seine schöne Aussicht. Insgesamt beträgt die Höhendifferenz 772m. Da die Strecke anspruchsvolle Streckenabschnitte enthält, empfiehlt sich der Schlittenweg für Kinder nicht.

Das Jahr neigte langsam dem Ende zu. Meine Freunde und ich konnten uns auf ein gemeinsames Datum einigen. Danach hiess es Schlitten und Rucksack richten, und los!

Anfangs sieht das Wetter noch recht gut aus. Um etwa 10 Uhr beginnen wir unseren Aufstieg auf den Kronberg. Es ist zwar bewölkt, aber ansonsten sehen die Bedingungen zu Beginn gut aus.

kronberg schlittel kurze pause

Hier gönnen wir uns eine kurze Verschnaufspause und stärken uns mit Knabbereien und Süssem für den weiteren Aufstieg. Die Winterwanderung ist nicht zu unterschätzen. Mit Schlitten, Rucksack sowie Winterkleidung ausgerüstet, erschwert uns das Ganze.

kronberg aufstieg bruder

Mein Bruder und ich am Schlitten ziehen.

Es ist 12:15 Uhr. Von einem Teil der Gruppe mussten wir schon Abschied nehmen, sie möchten das Risiko des schlechten Wetters nicht eingehen und machten sich darum schon auf den Heimweg. Übrig bleiben nun mein Bruder, zwei Freunde und ich.

13:00 Uhr. Am Gasthaus Scheidegg angelangt, zieht uns der Geruch frisch gebratener Bratwürste und Cervelats in den Bann. Kurzerhand kaufe ich mir eine Bratwurst, da ich nicht anders widerstehen konnte.

Die Freunde, die uns bereits verlassen haben, hatten Recht. Es überkommt uns ein Schneesturm. Je weiter wir nach oben schreiten, desto mehr schien sich die Sicht zu verschlechtern. Der eisige Wind sticht regelrecht ins Gesicht, weshalb ich die Gesichtsmaske anziehen musste. Trotzdem machen wir das Beste draus und machen weiter. Denn unser Ziel, die Spitze des Kronbergs, ist noch nicht erreicht.

Wir bahnen unseren Weg weiter nach oben. Mit kleinen aber stetigen Schritten und das Band des Schlittens fest in der Hand.

Auf folgendem Bild sind wir fast am Ziel angelangt. Das Wetter scheint sich nicht entscheiden zu können. Der Sturm hat sich zum Teil gelegt und weiter vorne am Himmel sieht man sogar den blauen Himmel durchschimmern.

Um 15:12 Uhr ist soweit. Wir haben es auf die Spitze des Kronbergs geschafft!

Das Durchhalten hat sich gelohnt. Die Aussicht ist atemberaubend schön. In dem Moment in dem ich in die Ferne blicke, vergesse ich all meine Anstrengungen, die es brauchte, um es bis hierher zu schaffen.

kronberg schlitten gipfel

Nach einer etwa 30-minütigen Pause beginnen wir unsere Abfahrt. Wie man auf dem Bild oben sieht, haben wir drei Schlitteln, aber sind zu viert. Meine zwei Freunde links wagen es zu zweit auf die Schlittenpiste. Mein Bruder und ich haben je einen Schlitten. Für mich allein ist es schon schwierig die Kontrolle über meinen Schlitteln zu behalten. Ich kann es mir nicht ausmalen, wie es sein muss zu zweit einen Schlitteln bändigen zu wollen. Der Abfahrtsweg ist teilweise sehr eng und steil. Er ist wirklich nicht für Anfänger geeignet. Wir hatten aber Glück, dass sich das Wetter gebessert hat. Der Sturm ist vorbei gezogen und die Sicht war klar.

Wir waren schon so lange draussen in der Kälte, dass mein Wasser kleine Eiskügelchen bildete. Ich bin erstaunt, wie einfach das geht.

Unten sieht man Bilder, die ich während Abfahrt geschossen habe. Am Rande der Schlittelpiste hat sich jemand ein Iglu errichtet. Der Innenraum ist zwar klein, aber es wirkt gemütlich und herzlich:)

Um 17:00 Uhr sind wir schlussendlich in der Talstation gelandet. Es war ein actionreicher, verrückter und auch spassiger Tag. Die meisten Leute denen wir begegnet sind, sind mit der Gondel nach oben gefahren. Nur wir nahmen die Herausforderung an, den Weg nach oben zu Fuss zu nehmen.

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